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Vieleicht kennen Sie den in ganz Europa, auf Wiesen wachsenden und bei uns geschätzten Speisepilz. Jung geerntet ist er durch seinen spargelähnlichen Geschmack eine Delikatesse. Wird er nicht geerntet, entfaltet er seinen Hut, stülpt im Alter seine Krempe hoch und zerfällt zu einer die Pilzsporen enthaltenden tintigen Substanz. Diese fand früher zum Schreiben mit dem Federkiel Verwendung. Coprinus enthält eine ausgewogene Vitamin- und Mineralstoffzusammensetzung und trägt damit einen wichtigen Beitrag in der täglichen ausgewogenen Ernährung bei. Von therapeutischem Interesse sind der hohe Gehalt an Lektinen sowie das enthaltene L-Ergothionein. Als potentielle Wirkstruktur konnte vor kurzem in Coprinus comatus das Polysaccharid Fucogalactan identifiziert werden.

Bedeutung in der Naturheilkunde

Seiner Fähigkeit, den Blutzucker zu senken, hat dem Tintling mittlerweile schon einen gewissen Bekanntheitsgrad eingebracht. Der Effekt beruht zum Großteil auf das reichlich enthaltene organisch gebundene Vanadium. Antidiabetika zum Einnehmen sind in ihrer Wirkung nachgewiesenermaßen nur geringfügig stärker. Der Schopftintling wirkt durch seinen hohen Gehalt an Lektine. Lektine sind Proteine, welche an bestimmte Zuckerverbindungen der Zelloberfläche andocken und damit biochemische Prozesse auslösen. Dadurch wird die Peristaltik angeregt und die Leber entlastet. Bei empfindlichen Naturen kann die Verdauung allerdings zu viel des Guten angeregt und Durchfall produziert werden. Meist nützt es auch nicht, wenn die Dosis reduziert wird. In einem solchen Fall muss auf einen anderen Pilz oder die Phytotherapie ausgewichen werden. Für den Coprinus wurde durch seine Wirkstoffmischung mit seinen Polysacchariden eine passable Anti-Tumorwirkung nachgewiesen. Sowohl auf hormonabhängigen als auch auf nicht hormonabhängigen Brustkrebs, Prostatakkrebs, Leberzellkrebs, Sarkom und Ehrlich Karzinom.

Anwendungsgebiete

Diabetes Typ I und TypII – (besonders gut zsammen mit Maitake, bewirkt eine erhöhte körpereigene Insulinausschüttung
Verdauungsprobleme
Verstopfung, Hämorrhoiden
Bauchspeicheldrüsenerkrankungen
Krebs ( Sarkome, Myomen, Mamma, Lipome)
Bindegewebsgeschwülsten und Tumoren des Stützgewebes
Entzündungen
Hufrehe
Autoimmunerkrankungen

Durchschnittliche Zusammensetzung und Nährwerte von 100 g Trockenmasse:

Brennwert/Kalorien, kcal: 185
Eiweiß/Protein: 12,8 g
Fett: 3,5 g
Davon gesättigte Fettsäuren: 0,4 g
Kohlenhydrate: 25,5 g
Zucker: 0,4 g
Vitamin B1 (Thiamin): 1 mg
Vitamin B2 (Riboflavin): 3 mg
Vitamin B3 (Niacin): 39 mg
Zink: 3 mg
Kupfer: 1 mg
Eisen: 2 mg
Selen: 0,35 mg
Kalzium: 27 mg
Kalium: 930 mg
Natrium: 7 mg
Magnesium: 74 mg