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Beim Zunderschwamm handelt es sich um einen Schwächeparasit und Saprobiont, der meist in älteren Laubbaumbeständen fast weltweit zu Hause ist. Er dringt über Wunden in den Baum ein und verursacht eine starke Weißfäule, die den Baum letztlich zu Fall bringt. Davon unbeeindruckt ist der Zunderschwamm noch jahrelange fähig auf diesem abgestorbenen Material zu leben. Die locker-filzige Mittelschicht des Pilzes glimmt bereits bei kleinsten Feuerfunken und mit etwas Holzspäne oder Reisig fängt alles sehr schnell an zu brennen, was in der Redewendung „brennt wie Zunder“ gut zum Ausdruck kommt. Bis zur Erfindung des Zündholzes, Anfang des 19. Jahrhunderts, war der Zunderschwamm die wichtigste Hilfe zum Entzünden von Feuer. Mit dessen schnellen Verbreitung allerdings, geriet der Pilz immer mehr in Vergessenheit. Dasselbe Schicksal ereilte Fomes fomentarius fast zeitgleich auch in den Apotheken. Wurde er doch über Jahrhunderte zum Ausbrennen und desinfizieren von Wunden, zur Blutstillung und schnelleren Wundheilung genutzt und manch einer verdankte ihm sogar sein Leben. Doch auch hier überzeugten modernere Erfindungen wie die der Clauden Watte und sterilen Wundverbände mehr, und verdrängten Fomes fomentarius aus der Offizin. Einzig zur Herstellung von Kleidung, Taschen, Kappen und anderen Gegenständen fand der wertvolle Baumschwamm noch Verwendung. Vor allem auf rumänischen Touristenmärkten kann man derartige Kunstwerke heute noch erwerben.

Bedeutung in der Naturheilkunde

Da es sich beim Zunderschwamm nicht um einen Speisepilz handelt, sind Aussagen zu Vitaminen und dem Mineralstoffgehalt nicht verfügbar oder zumindest noch nicht bekannt. Jedoch konnte das Forschungsinstitut Biopol e.V. die wichtigsten Wirksubstanzen analysieren. Eine der imposantesten Inhaltsstoffe ist das Beta 1,3 /1,6 D-Glucan, gefolgt von weiteren Polysacchariden, Triterpenen und in Folge auch Steroide, Glykoproteine, Melanin und der Glucuronsäure mit ihrer stark entgiftenden Wirkung. Einfacher und gut verwendbar ist der Zunderschwamm  in seinem natürlichen Vorkommen. Aufbereitet als Pulver oder Extrakt, schenkt uns die Natur mit ihm eine weitere grandiose Möglichkeit gesundheitliche Probleme wie Hämorrhoiden, Infektionen, Blasenerkrankungen, Dysmenorrhö, Arthrose und Krebs unterstützend zu behandeln und in den Griff zu bekommen. In der TCM setzt man ihn unter anderem bei Magen- Gebärmutter- und Kehlkopfkrebs ein.

Anwendungsgebiete

Der Zunderschwamm als Vitalpilz ist nicht so berühmt, wie die Heilwirkung der Lackporlinge, mit denen er teilweise auch verwechselt wird. Im Mittelalter wurde dieser Vitalpilz häufig zur Stillung von Blutungen verwendet. Wie die Lackporlinge, ist der Zunderschwamm auch ein Porling und hat, wie eine Vielzahl andere Porlinge auch, beeindruckende weitergehende Heilwirkungen. Bereits die alten Griechen haben den Pilz erwähnt und im Mittelalter wurde Fomes Fomentarius bei Tuberkulose Erkrankungen verwendet. In der TCM (Traditionellen Chinesischen Medizin) wird der Zunderschwamm bei Erkrankungen der Lunge und Magenerkrankungen verwendet. Er gilt als mild und leicht bitter im Geschmack.
Eine Reihe von Forschungsarbeiten empfiehlt den Zunderschwamm außerdem bei Speiseröhren-, Magen-, und Gebärmutterkrebs. In Japan wird dem Zunderschwamm eine harntreibende und fiebersenkende Wirkung zugeschrieben und weitere Anwendungsgebiete sind Augenentzündungen, Lungentuberkulose und Verstopfungen.

Durchschnittliche Zusammensetzung und Nährwerte von 100 g Trockenmasse:

Brennwert/Kalorien, kcal: 180
Eiweiß/Protein: 2 g
Fett: 2 g (davon gesättigte Fettsäuren: 1 g)
Zucker: 0,5 g
Ballaststoffe: 76 g
Salz: 0,2 g